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hoergen friendica (via ActivityPub)
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Dein Blogartikel gefällt mir. Auf was bezieht sich dieses Zitat bzw. von wem stammt es?
hoergen friendica (via ActivityPub)
Naja, das bezieht sich auf die Digitalisierung der Schulen und ist meine Meinung. Ich wollte das nur extra hervorheben, weil das so gut wie in allen Diskussionen um "Digitalisierung von Schulen" komplett unterschlagen wird. Es wird meist nur gefordert, dass jeder SchülerIn einen Computer, Tablet oder sonstwas bekommt, aber es wird komplett vergessen, was eine Schule im ureigensten Sinne eigentlich leisten soll: Lehren. Und dann stelle man sich mal eine Klasse voller Kinder vor, die vor Computer oder Tablets mit haufenweise diverser Apps sitzen. Oder gar noch Internet haben. Da kann man dann gleich mal am Anfang des Schuljahres 90% der Lehrer in den Burnout schicken.

Digitalisierung auf hohem Niveau Ja, aber mit Sinn und Verstand. Notizen machen auf dem Computer zählt auch nicht, denn dann kannste auch gleich nen Aufnahmegerät mitlaufen lassen, oder warum nicht gleich die Stunde per Video aufnehmen? Stichwort Flipped / Inverted Classrooms. Nur eben angepasster auf die Jahrgangsstufen. Fotos von den beschrieben Tafeln machen, wenn das elektronische Whiteboard noch nicht da ist und die Fotos gut sortiert ablegen auf der schuleigenen Cloud.

Die Stufen der Digitalisierung an Schulen sollten sein
1. Jede Schule hat eine eigene Infrastruktur #dezentral (eigene Cloud, eigener in der Schule stehender Server) , so dass bei Netzausfall, die Schule in sich, noch funktionsfähig ist
2. Die gesamte Kommunikation zwischen Lehrern, Schülern und Eltern muss über das Kommunikationssystem und Cloud der Schule abgewickelt werden können.
3. Lehrer müssen geschult werden! Und zwar auch digital mit Lehrvideos, die sie sich zur Not immer wieder anschauen können. Nicht weil sie blöd sind, sondern weil sie einen großen Teil ihrer Tätigkeit damit verbringen Kindern etwas beizubringen und sie auch noch im Zaum zu halten. Wer immer noch lacht, der soll mal eine Woche lang 4 verschiedene Klassen mit unterschiedlichem Alter beaufsichtigen.
4. Lehrinhalte wie Unterrichtsvideos, Handouts, Tafelbilder usw müssen digital werden und auch auf der schuleigenen Cloud verfügbar sein.
5. Kinder, die privat keinen Zugang zu einem Computer haben, muss ein Zugang (auch für zu Hause) ermöglicht werden (z.B. Raspi 400 https://www.raspberrypi.org/products/raspberry-pi-400/ )
6. Unterricht mit Computer sollte auch nur in speziellen Fächern abgehalten werden, in denen der Computer auch eine große Rolle spielt, wie EDV, Datenbanken, Medienkompetenz, Recherche im Netz, Office lernen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, usw)

Ich kriege so einen Hals, wenn so ein Vollpfosten wieder mal fordert, alle müssen 1000 Euro Tablets, oder irgendeinen anderen Unsinn haben, den sie aus ihrer Rotwein saufenden Hipsterserie kennen, aber sonst keinerlei Ahnung, was man da mit eigentlich machen soll.

Das ist ungefähr so wie in diesen Hackerserien, in denen man dem Protagonisten beim Tippen zusehen kann, wie er "das Pentagon hackt" und man sich denkt, wie zum Teufel konnte der mit "aaaassssssegtre oookjh llkjjiuklnnn 88372ls,, dkdjjjsoleiej" und einem abschließenden beherzten "Fehldruck" auf die # Taste die Welt ins Verderben führen? ;)

Danke fürs Erinnern, ich glaube ich werde die Punkte noch in den Blogartikel mit aufnehmen. 👍